Society of Esteem and equality / Wertschätzungsgesellschaft und Gleichheit

Often enough when people discuss a new idea of a society of justice and harmony I find out that the base idea plays around the thought of equality. People often think that equality creates social justice. Equality doesn’t create justice when it’s understood as general human equality, imposed over every single person.

We are different, that’s a fact. Nobody can ever be compared to another person. We are all different in our personalities, our talents and skills, our interests, our thoughts and wishes. We all know about our uniqueness, that’s why we have such a hard time when we get compared to others.

A society that forces people to do what they don’t want just because everybody should be equal doesn’t provide social justice. Justice is created when people can do what they want to do, because they like what they do. In this case people feel themselves esteemed for their talents, for their work.

The Society of Esteem even goes one step further by giving esteem even to persons who can’t actively participate in society because of age or health issues or just because they need a timeout for their personal growth. People receive esteem just for them being here.

This is equality as Sikantis understands it. It is equality in esteem. When people give each other the same esteem, social justice can grow. Esteem doesn’t look at what kind of work people do or what kind of possessions they have. Esteem is given equally, freely and joyfully to everybody.

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Oft wenn Leute eine neue Idee einer Gesellschaft voller Gerechtigkeit und Harmonie diskutieren, finde ich, dass die Grundidee sich immer um den Gedanken der Gleichheit dreht. Leute denken oft, dass Gleichheit soziale Gerechtigkeit erzeugt. Gleichheit erschafft indes keine Gerechtigkeit, wenn sie als allgemeine menschliche Gleichheit verstanden wird, die über jede einzelne Person gestülpt wird.

Wir sind verschieden, das ist eine Tatsache. Niemand kann sich jemals mit einer anderen Person vergleichen. Wir sind alle verschieden in unseren Persönlichkeiten, unseren Talenten und Fähigkeiten, unseren Interessen, Gedanken und Wünschen. Wir alle wissen um unsere Einzigartigkeit, deshalb lieben wir es nicht, wenn wir mit anderen verglichen werden.

Eine Gesellschaft, die Menschen dazu zwingt, das zu tun, was sie nicht wollen, nur weil alle gleich sein sollen, erschafft keine soziale Gerechtigkeit. Gerechtigkeit entsteht, wenn Menschen das tun können, was sie tun wollen, weil sie lieben, was sie tun. Dann fühlen sie sich für ihre Talente, für ihre Arbeit wertgeschätzt.

Die Wertschätzungsgesellschaft geht sogar einen Schritt weiter, indem sie selbst jenen Menschen Wertschätzung gibt, die an der Gesellschaft teilnehmen können aus Alters- oder Gesundheitsgründen oder einfach weil sie eine Auszeit benötigen für ihre persönliche Entwicklung. Menschen empfangen Wertschätzung einfach für ihr Dasein.

Sikantis versteht dies unter Gleichheit. Gleichheit in der Wertschätzung. Wenn Menschen sich die gleiche Wertschätzung geben, kann soziale Gerechtigkeit wachsen. Wertschätzung kümmert sich nicht darum, welche Arbeit die Leute tun oder welche Besitztümer sie haben. Wertschätzung wird allen gleichermassen, frei und freudvoll gegeben.

Is there competition in a Society of Esteem? / Gibt es Wettbewerb in einer Wertschätzungsgesellschaft?

This question has two answers: no and yes.

No, there is no competition in a Society of Esteem. Competition bases on comparisons among people. According to the idea of a Society of Esteem comparing each other is a futile act because there is no real base on which a comparison could happen.

Every single person is unique with unique talents, unique life experiences and unique personal development. On which level could a comparison be possible? There is no other common level between people than the esteem that everybody deserves to the same extent.

And yes, there is competition in a Society of Esteem. It is the inner competition. Receiving esteem just for being here with our unique talents and personalities creates an atmosphere in which we want to grow.

This ambiance allows competition which we give ourselves in order to learn more, to be better in what we do the best. This kind of competition is not about being better than somebody else but about being better in what we want to do, in what we see as our talent and vocation.

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Diese Frage hat zwei Antworten: nein und ja.

Nein, es gibt keinen Wettbewerb in einer Wertschätzungsgesellschaft. Wettbewerb basiert auf Vergleichen unter den Menschen. Gemäss den Ideen einer Wertschätzungsgesellschaft ist das Vergleichen untereinander eine nutzlose Handlung, denn es gibt kein echtes Fundament, auf welchem Vergleiche geschehen können.

Jeder Mensch ist einzigartig mit einzigartigen Talenten, einzigartigen Lebenserfahrungen und einzigartiger persönlicher Entwicklung. Auf welcher Ebene sollte ein Vergleich möglich sein? Es gibt keine andere gemeinsame Ebene als die Wertschätzung, die jede Person gleichermassen verdient.
Und ja, es gibt einen Wettbewerb in einer Wertschätzungsgesellschaft. Den inneren Wettbewerb. Wenn Menschen Wertschätzung erhalten einfach fürs Hiersein mit ihren einzigartigen Talenten und Persönlichkeiten, dann wird Raum geschaffen, in welchem wir wachsen wollen.

Diese Situation erlaubt Wettbewerb, die wir uns selber geben, damit wir mehr lernen, damit wir darin besser werden, was wir gerne tun. Diese Art Wettbewerb handelt nicht davon, besser zu werden als jemand anderer, sondern davon darin besser zu werden, was wir tun, worin wir unser Talent und unsere Berufung sehen.

A new society is about compassion and esteem / Eine neue Gesellschaft beinhaltet Mitgefühl und Wertschätzung

 

If we want to think of a new society we have to leave old paths of thinking. What would a new society be about that we don’t have realized yet in our society?

A new society relies mainly on compassion and esteem. Alone this fact distinguishes a new society from ours. The idea of the Society of Esteem has this base of compassion and esteem.

Where people give each other unconditionally compassion and esteem there is no reason anymore for crime or injustice. Every single person receives the esteem they deserve just for being here and now. Everybody receives compassionate esteem for their unique talent with which they contribute to the functioning of the society. A society like that leaves old paths creating new life structures with compassion and esteem.

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Wenn wir über eine neue Gesellschaft nachdenken wollen, müssen wir alte Gedankenmuster verlassen. Wie würde eine neue Gesellschaft aussehen, die wir in unserer Gesellschaft noch nicht verwirklicht haben?

Eine neue Gesellschaft baut auf Mitgefühl und Wertschätzung auf. Allein diese Tatsache unterscheidet eine neue Gesellschaft von der unseren. Die Idee der Wertschätzungsgesellschaft basiert auf Mitgefühl und Wertschätzung.

Wo Menschen sich gegenseitig vorhehaltlos Mitgefühl und Wertschätzung geben, gibt es keine Grundlage mehr für Verbrechen und Ungerechtigkeit. Jede einzelne Person erhält Wertschätzung einzig für ihr Hiersein. Alle erhalten mitfühlende Wertschätzung für ihre einzigartigen Talente, mit der sie zum Funktionieren der Gesellschaft beitragen. Eine solche Gesellschaft verlässt alte Pfade, erschafft neue Lebensstrukturen gefüllt mit Mitgefühl und Wertschätzung.

Society of Esteem is more than a Big Society / Wertschätzungsgesellschaft ist mehr als eine Big Society

According to Wikipedia “the Big Society is the flagship policy idea of the 2010 Conservative Party general election manifesto and forms part of the legislative program of the Conservative – Liberal Democrat Coalition Agreement. The aim is “to create a climate that empowers local people and communities, building a big society that will ‘take power away from politicians and give it to people’.”

It might be an impressive attempt to reframe the role of government and unleash entrepreneurial spirit. The idea to create a voluntary system for the relief of poverty might meet the need of some kind of effort to get hold of a strong sense of civic responsibility. It still isn’t taking away the experience of social differences.

The Society of Esteem is based on esteem for everybody. Alone this basic thought creates voluntary activities as wished by the Big Society but it feeds from a lasting esteem creating justice. As long as people can do what they can do the best and they get esteem for it as well as a safe life in society there is no need for empowering communities. The Society of Esteem works through and with people giving all their power and talents to the society.

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Gemäss Wikipedia bezeichnet die “Big Society” ein gesellschaftspolitisches Programm, entstanden im 2010 Wahlkampf in Grossbritannien als Übereinkommen der Konservativ-Liberaldemokratischen Koalition. Das Ziel ist, ein Klima zu erzeugen, dass Bürger und Gemeinschaften befähigt, eine grosse Gesellschaft aufzubauen, die die Macht von den Politikern auf die Bürger überträgt.

Dies kann ein interessanter Versuch sein, die Rolle der Regierung neu auszurichten und unternehmerischen Geist von der Leine zu lassen. Die Idee, ein Freiwilligensystem zu entwickeln, um Armut zu bekämpfen, mag das Bedürfnis befriedigen, einen starken Sinn für bürgerliche Verantwortung in den Griff zu bekommen. Sie kann indes die Erfahrung von gesellschaftlichen Unterschieden nicht auflösen.

Die Wertschätzungsgesellschaft basiert auf Wertschätzung für alle. Allein dieses Fundament erzeugt freiwillige Handlungen, wie sie von der Big Society erwünscht werden, aber es entstammt aus einer immerwährenden Wertschätzung, die Gerechtigkeit erzeugt.

Solange Menschen das tun können, was sie am besten tun können und Wertschätzung dafür erhalten sowie ein sicheres Leben in der Gesellschaft, braucht es keine mit Macht ausgestattete Gemeinschaften. Die Wertschätzungsgesellschaft funktioniert dank und mit den Menschen, die ihre gesamte Macht und ihre Talente der Gesellschaft geben.

Talents slumber in everybody / In allen Menschen schlummern Talente

In September 2009 a pilot project for the integration of jobless youngsters began in Germany. 61 young persons, allegedly slow learners, got the possibility to start an education in a German Telecom company. A year later the project proved that it’s worthwhile to give such young people a second chance. Most of them found their own unique talent and work.

A society of esteem allows everybody to discover his own unique talents and develop them in an environment of mutual respect and esteem. Everybody has a talent just waiting for being discovered. In a society of esteem people don’t need a second chance to discover their talents. They already can take the first chance.

Everybody who is already able to live and work his talent knows that doing that work feels very satisfying and fulfilling.

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Im September 2009 begann in Deutschland ein Pilotprojekt für die Integration arbeitsloser Jugendlicher. 61 junge Personen, angeblich langsame Lerner, erhielten die Möglichkeit, eine Ausbildung in einer deutschen Telecom Firma zu starten. Ein Jahr später bewies das Projekt, dass es sich lohnt, solch jungen Menschen eine zweite Chance zu geben. Die meisten fandn ihr persönliches Talent und Arbeit.

Eine Wertschätzungsgesellschaft erlaubt es jeder Person, seine einzigartigen Talente zu entdecken und diese in einer Umgebung gegenseitiger Wertschätzung und Respekt zu entwickeln. Jeder Mensch hat ein Talent, das nur darauf wartet, entdeckt zu werden.

In einer Wertschätzungsgesellschaft benötigen Menschen keine zweite Chance, um ihre Talente zu entdecken. Sie können bereits die erste Chance packen.

Alle, die bereits ihr Talent leben und arbeiten, wissen, dass diese Art Arbeit äusserst erfüllend und befriedigend ist.