Sikantis and Jean-Jacques Rousseau, part 1 / Sikantis und Jean-Jacques Rousseau, Teil 1

Jean-Jacques RousseauFrench-Swiss philosopher Jean-Jacques Rousseau wrote in 1754 a text called “Discourse on the Origin and Basis of Inequality Among Men” (Discours sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes).

He discussed in this text two types of inequality, natural/physical and ethical/political. Natural inequality means differences between people’s physical strength. Ethical inequality on the other hand belongs to a civil society according to Rousseau and creates the differences in power and wealth as we know it in our society. His final conclusion seems to be a quite cynical view on a civil society. He states that the civil society is a trick perpetrated by the powerful on the weak in order to maintain their power or wealth.

Sikantis, the Society of Esteem, acknowledges human inequality being inherent to personality. As I stated in earlier posts every person is unique, not only in physical appearance, as Rousseau stated, but also in talents, skills and character. Even twins show and live their uniqueness.

Accepting this kind of inequality is important for the functioning of a society of esteem because it prevents people of thinking that everybody can be able to do everything in order to serve the society. It’s easy to acknowledge this fact when we think of different professions. Some people have the talent and inner wish to be a physician and others have the talent and wish to build a house. Some people are artists through their whole personality and wouldn’t be able and happy to work as physician or constructor.

There is though a human equality that is important for a Society of Esteem in order to create happiness, fulfillness and wealth for its citizens. This is the equality of esteem. Sikantis allows everybody to receive and give the same esteem for their being here and now and for their unique talents serving the society. To put it another way, it doesn’t matter to a society of esteem if somebody is a physician, a constructor or an artist or even can’t participate in work for whatever reason. Everybody receives the same esteem.

This basis creates in everybody the wish of personal development, of learning and participating in society with whatever form of talent and skill. And it creates the opportunity for everybody to develop their unique talent.

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Der französisch-schweizerische Philosoph Jean-Jacques Rousseau schrieb 1754 eine Abhandlung mit dem Titel “Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen” (Discours sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes).

Er spricht in diesem Text über zwei Arten von Ungleichheit, die natürliche/körperliche und die ethisch/politische. Unter der natürlichen Ungleichheit verstand er Unterschiede in der körperlichen Stärke von Menschen. Ethische Ungleichheit gehört gemäss Rousseau in eine bürgerliche Gesellschaft und erzeugt Unterschiede in Macht und Wohlstand, so wie wir es in unserer Gesellschaft kennen. Seine Schlussfolgerung erscheint wie ein ziemlich zynischer Blick auf eine bürgerliche Gesellschaft. Er stellt fest, dass die bürgerliche Gesellschaft ein Trick ist, der von den Mächtigen auf die Schwachen auferlegt wird, um ihre eigene Macht und ihren Wohlstand aufrechtzuerhalten.

Sikantis, die Wertschätzungsgesellschaft, anerkennt menschliche Ungleichheit als der Persönlichkeit innewohnend. Wie ich in früheren Artikeln erwähnte, ist jede Person einzigartig, nicht nur in ihrer physischen Erscheinung, wie Rousseau feststellte, sondern auch in ihren Talenten, Fähigkeiten und Charakter. Selbst Zwillinge zeigen und leben ihre Einzigartigkeit.

Das Akzeptieren dieser Art von Ungleichheit ist wichtig für das Funktionieren einer Gesellschaft, denn es hält Leute vom Glauben an, dass jeder fähig sein sollte, alles zu tun, um der Gesellschaft zu dienen.

Es ist leicht, diese Tatsache anzuerkennen, wenn wir an verschiedene Berufe denken. Einige Menschen haben das Talent und den inneren Wunsch, ein Arzt zu werden, und andere haben die Fähigkeit und den Wunsch, ein Haus zu bauen. Einige sind mit ihrer gesamten Persönlichkeit Künstler und wären nicht fähig und glücklich, als Arzt oder Bauunternehmer zu arbeiten.

Gleichzeitig gibt es eine menschliche Gleichheit, die wichtig ist für eine Wertschätzungsgesellschaft, damit sie Glückseligkeit, Erfülltheit und Wohlstand für ihre Bürger und Bürgerinnen erschaffen kann. Dies ist die Gleichheit in Wertschätzung.

Sikantis erlaubt es jeder Person, die gleiche Wertschätzung zu ermpfangen und zu geben, einfach weil sie hier sind und für ihre einzigartigen Talente, die der Gesellschaft dienen. Mit anderen Worten, für eine Wertschätzungsgesellschaft ist es bezüglich Wertschätzung unwichtig, ob jemand Arzt ist oder Bauunternehmer oder sogar aus welchen Gründen auch immer keine Leistung für die Gesellschaft erbringen kann. Jede Person erhält die gleiche Wertschätzung.

Diese Grundlage fördert in jedem Menschen den Wunsch nach persönlicher Entwicklung, nach Ausbildung und Teilnahme an der Gesellschaft. Und sie erschafft die Gelegenheit für jede Person, ihre einzigartigen Fähigkeiten zu entwickeln.

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