Solidarity in a Society of Esteem / Solidarität in einer Wertschätzungsgesellschaft

Solidarity as social cohesion thrives in Sikantis on the basis of mutual esteem.

A society is just as strong as its weakest member – or – a strong society takes care of its weakest members.

Solidarity is the glue holding a society together. People in Sikantis, the Society of Esteem, feel responsible for each other and make social cohesion the center of their actions. What does that mean?

In a society where solidarity doesn’t exist or is wrongly understood, it leads a society in the wrong direction. Many people feel themselves accountable to none and  are solely focused on  personal interest. Why is that so? The reason for such a behavior lies in scarce esteem. People in our society learn early in their life that they have to fight for, or even worse, they have to suppress others in order to receive esteem. Competition and exclusion are the result. These are opposite traits of solidarity. On the other hand some people think that society has to provide them with everything and they don’t need to develop themselves and their talents. They stand still in their lives or even move backwards.

solidarity

 Let’s first take a look at the weakest members of a society. These are people who can’t perform in order to help the society grow and prosper.  The reasons are multifarious. Some are ill, too old, too young or disabled in some way. Others may simply need a new skill or education in order to participate.

Our current society marginalizes these people and withholds esteem from them because esteem is bound to achievements of any kind. These people are pushed to the edge of society from where it’s often very difficult or even impossible to reenter normal social life.

In Sikantis, people take care of the society’s weakest members. Solidarity is normal and daily. Esteem is given to everyone, so nobody needs to suppress or edge out others in order to receive esteem. The weakest members, those who are disabled or disaffected, are integrated and find their place in society. They receive the same esteem as all the others. Even if their talents might be simple or limited for whatever reason, they’re still acknowledged. They can experience themselves as full members of society being esteemed and accepted. This fundamental element of mutual esteem and solidarity creates in each single person the will to develop themselves to the limits of their personal capabilities or even further.

This is the kind of atmosphere true solidarity can create in a society: People want to learn, want to develop themselves, want to grow. Throughout their lives they’re given the opportunity to live their lives according to their abilities while receiving full esteem.

The greatest conclusion of solidarity is: In such a society there are no weakest members anymore. Everyone is an important and fully esteemed member of the society.

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Solidarität als sozialer Zusammenhalt blüht in Sikantis auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung.

Eine Gesellschaft ist nur so stark wie deren schwächste Glieder – oder – eine starke Gesellschaft kümmert sich um ihre schwächsten Glieder.

Solidarität ist der Klebstoff, der eine Gesellschaft zusammenhält. Menschen in Sikantis, der Wertschätzungsgesellschaft, fühlen sich verantwortlich füreinander und konzentrieren sich auf den sozialen Zusammenhalt in all ihren Handlungen. Was heisst das?

Eine Gesellschaft, in der es keine Solidarität gibt oder in der Solidarität falsch verstanden wird, wird in eine falsche Richtung geführt. Viele Leute fühlen sich selber für niemanden verantwortlich und konzentrieren sich lediglich auf ihre eigenen Interessen. Warum? Der Grund dafür liegt in mangelnder Wertschätzung. Menschen in unserer Gesellschaft lernen früh in ihrem Leben, dass sie für alles kämpfen müssen, oder schlimmer, dass sie andere unterdrücken müssen, damit sie Wertschätzung erhalten. Wettkampf und Ausgrenzung ist das Resultat. Diese Eigenschaften stehen im Gegensatz zur Solidarität.

Andererseits denken einige Leute, dass die Gesellschaft sie mit allem versorgen muss und dass sie sich und ihre Talente nicht entwickeln müssen. Sie stehen in ihrem Leben still oder bewegen sich sogar rückwärts.

Schauen wir zuerst auf die schwächsten Glieder einer Gesellschaft. Das sind die Leute, die keine Leistung erbringen können, um die Gesellschaft wachsen und aufblühen zu lassen. Die Gründe sind vielfach. Einige sind krank, zu alt, zu jung oder auf irgendeine Weise behindert. Andere benötigen einfach eine Fertigkeit oder Erziehung, um an der Gesellschaft teilnehmen zu können.

Unsere gegenwärtige Gesellschaft grenzt diese Menschen aus und gibt ihnen keine Wertschätzung, weil Wertschätzung nach ihrem Verständnis an Leistungen gebunden ist. Diese Menschen werden an den Rand der Gesellschaft gestossen, von wo er sehr schwierig oder sogar unmöglich ist, ein normales soziales Leben zu führen.

In Sikantis kümmern sich die Menschen um die schwächsten Glieder der Gesellschaft. Solidarität ist normal und alltäglich. Wertschätzung wird jedem und jeder gegeben. Damit muss niemand andere unterdrücken oder ausgrenzen, um Wertschätzung zu erhalten. Die schwächsten Glieder sehen sich integriert und finden ihren Platz in der Gesellschaft. Sie erhalten die gleiche Wertschätzung wie alle anderen. Selbst wenn ihre Talente einfach sein mögen oder begrenzt aus welchem Grund auch immer, sie sind trotzdem wertgeschätzt. Sie erfahren sich als volle Glieder der Gesellschaft, wertgeschätzt und akzeptiert. Dieses fundamentale Bestandteil gegenseitiger Wertschätzung und Solidarität weckt in jeder einzelnen Person den Willen, sich zu entwickeln bis zu den Grenzen ihrer persönlichen Fähigkeiten oder sogar weiter.

Diese Stimmung kann dank echter Solidarität in einer Gesellschaft erschaffen werden. Menschen wollen lernen, wollen sich weiterentwickeln, wollen wachsen. Ihr ganzes Leben erhalten sie die Gelegenheit, ihr Leben gemäss ihren Talenten zu leben während sie volle Wertschätzung erhalten.

Das beste an Solidarität ist: in einer derartigen Gesellschaft gibt es keine schwächsten Glieder mehr. Jeder und jede ist ein wichtiges und wertgeschätztes Glied der Gesellschaft.

Sikantis, the Society of Esteem, where wishes come true / Sikantis, die Wertschätzungsgesellschaft, in der Wünsche wahr werden

We find that there are two basic wishes we all need to live a happy and fulfilled life.

We wish to be esteemed for who we are.

Imagine that you receive full esteem for who you are. This is what citizens of Sikantis experience. They don’t need to achieve a certain wealth in order to be esteemed. They don’t need to have a recognized profession in order to be esteemed. They don’t need to deliver a performance in order to be esteemed. These are examples of our current society and the way esteem is given to us. In our society we have to do something or to be somebody in order to receive esteem.

In Sikantis people receive esteem first. And this esteem is equally given to everyone. When we think about the true sense of esteem we find that esteem can’t be bound to certain conditions. Esteem needs to be boundless and unconditional. So just for being here on Earth, just for being a person, people receive esteem and realize their fundamental life wishes.

Receiving esteem for who we are makes it possible for us to let grow a healthy and strong self-esteem. It’s not about narcissism or egoism. It’s about a healthy self-love that also enables us to give esteem on our part freely and joyfully.

We wish to be esteemed for what we are doing.

And now imagine that you receive full esteem for what you are doing! This is the other basic wish we have: we desire to do what we love to do and we want to receive esteem for doing it as good as we are able to do it.

fulfilled life

There are as many talents as there are people! Every person has their own unique abilities. Even if we looked at people of the same profession – let’s say physicians – we see differences in their ways of working and living. In Sikantis people experience that their unique skills are as great as they are.

No doubt, receiving unconditional esteem for what we are doing makes us feel good. It motivates us to continue doing it and motivates us to get better at it.

In Sikantis, the Society of Esteem, our two basic wishes for a happy and fulfilled life come true.

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Es gibt zwei fundamentale Wünsche, die wir für ein glückliches und erfülltes Leben brauchen.

Wir wünschen, dafür wertgeschätzt zu werden, wer wir sind.

Stellen Sie sich vor, sie erhalten vollste Wertschätzung dafür, wer Sie sind. Das erfahren die Bürger von Sikatnis. Sie müssen nicht wohlhabend sein, um wertgeschätzt zu werden. Sie müssen keinen angesehenen Beruf ausüben, um wertgeschätzt zu werden. Sie müssen keine Leistung erbringen, um wertgeschätzt zu werden. Dies sind Beispiele aus unserer gegenwärtigen Gesellschaft, wie wir Wertschätzung erhalten. In unserer Gesellschaft müssen wir etwas tun oder sein, um Wertschätzung zu erhalten.

In Sikantis erhalten die Menschen Wertschäztung zuallererst. Und diese Wertschätzunng wird jeder Person gleichermassen gegeben. Wenn wir an den wahren Kern von Wertschätzung denken, müssen wir zugeben, dass Wertschätzung nicht an irgendwelche Bedingungen geknüpft werden kann. Wertschätzung muss grenzenlos und bedingungslos sein. Deshalb erhalten Menschen Wertschätzung nur fürs Hiersein, auf der Welt sein, fürs Menschsein, und verwirklichen ihre fundamentalen Lebenswünsche.

Indem wir Wertschätzung dafür erhalten, wer wir sind, sind wir in der Lage, Gesundheit und eine starke Selbstwertschätzung zu entwickeln. Es handelt sich nicht um Narzismus oder Egoismus. Es handelt sich um eine gesunde Selbstliebe, die es uns erlaubt, unsererseits Wertschätzung frei und freudvoll zu geben.

Wir wünschen, dafür wertgeschätzt zu werden, was wir tun.

Stellen Sie sich vor, dass sie Wertschätzung dafür erhalten, was Sie tun! Das ist der andere fundamentale Wunsch, den wir haben: wir möchten das tun, was wir gerne tun, und wir möchten Wertschätzung dafür erhalten, dass wir das tun so gut wir können.

Es gibt soviel Talente wie es Menschen gibt! Jede Person hat ihre eigenen einzigartigen Fähigkeiten. Selbst wenn wir auf Menschen mit demselben Beruf schauen – sagen wir mal, Ärzte – sehen wir Unterschiede darin, wie sie arbeiten und leben. In Sikantis erfahren die Menschen, dass ihre einzigartigen Talente so grossartig sind, wie sie selber.

Zweifellos lässt das Empfangen bedingungsloser Wertschätzung dafür, was wir tun, uns gut fühlen. Es motiviert uns, weiterzumachen und in unseren Talenten besser zu werden.

In Sikantis, der Wertschätzungsgesellschaft, werden unsere beiden fundamentalen Wünsche für ein glückliches und erfülltes Leben wahr.

Esteem without boundaries / Grenzenlose Wertschätzung

When it’s about esteem, Sikantis, the Society of Esteem, knows no boundaries whatsoever. Esteem is given equally to every single person.

Our experience in our society tells us the opposite. Esteem is given in our society under certain conditions to certain people. We know that we have to achieve something, be something or have something in order to receive esteem. We learn as children that we have to do something to receive esteem, may it be in school or at home. We learn that the more we do what others want the more likely we get esteem. Through our whole life we have to fight for esteem. In our society esteem is given to the stronger, more successful and more competitive persons. At the same time they’re never sure of always receiving esteem, it’s an eternal effort of reaching out for it.

esteem without boundariesSikantis looks at esteem in a different way. The Society of Esteem sees the uniqueness of every single person. Everybody receives esteem just for being here, just for being their own personality. There are no conditions for giving esteem in Sikantis. You can call it “unconditional esteem”, esteem without boundaries.

Esteem without boundaries means that people don’t have to do something to receive it. People who can’t participate in society for whatever reasons  –  age, health conditions or even people who want to take a timeout from working/learning  –  receive the same esteem just for being there.

This is what we need for a fulfilled and happy life. Receiving unconditional esteem makes our self-esteem grow and flourish.  A healthy and strong self-esteem allows us to give in turn unconditional esteem to others.

In Sikantis this boundless esteem is the basis on which the whole society is built, in the true sense of the word. People who receive esteem without boundaries are able to develop and live their unique talents freely and joyfully. A society where all talents are esteemed and supported can create abundance and happiness for all its citizens, just like the Etruscans did in ancient Italy.

Isn’t this understanding of esteem as being without boundaries the proper sense of esteem?

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Wenn es sich um Wertschätzung handelt, kennt Sikantis, die Wertschätzungsgesellschaft, keine Grenzen. Wertschätzung wird jeder einzelnen Person gleichermassen gegeben.

Unsere Erfahrung in unserer Gesellschaft spricht vom Gegenteil. Wertschätzung wird in unserer Gesellschaft nur unter bestimmten Bedingungen und nur gewissen Menschen gegeben. Wir wissen, dass wir etwas leisten müssen, jemand sein müssen oder etwas tun müssen, damit wir Wertschätzung erhalten dürfen.

Wir lernen als Kinder, dass wir etwas tun müssen, um Wertschätzung zu erhalten, ob es in der Schule ist oder zuhause. Wir lernen, je mehr wir tun, was andere wollen, desto eher erhalten wir Wertschätzung. Durch unser gesamtes Leben hindurch müssen wir für Wertschätzung kämpfen.

In unserer Gesellschaft erhält der Stärkere, der Erfolgreichere und der Wettbewerbsfähigere Wertschätzung. Gleichzeitig sind sich selbst diese Menschen nie sicher, ob sie die Wertschätzung immer erhalten. Sie müssen sie mit nie endender Anstrengung verdienen.

Sikantis versteht unter Wertschätzung etwas anderes. Die Wertschätzungsgesellschaft sieht die Einzigartigkeit jeder einzelnen Person. Jeder und jede erhält Wertschätzung einzig fürs Dasein, dafür dass sie sind wer sie sind. Es gibt keine Bedingungen, mittels welchen in Sikantis Wertschätzung gegeben wird. Sie können das “bedingungslose Wertschätung” nennen, grenzenlose Wertschätzung eben.

Grenzenlose Wertschätzung heisst, dass die Menschen nichts tun müssen, um Wertschätzung zu erhalten. Menschen, die in der Gesellschaft keine Leistung erbringen können, aus welchen Gründen auch immer – Alter, Gesundheitszustand, selbst diejenigen, die von Arbeit oder Ausbildung eine Auszeit nehmen – erhalten die gleiche Wertschätzung einzig für ihr Dasein.

Genau das brauchen wir für ein erfülltes glückliches Leben. Wenn wir uneingeschränkte Wertschätzung erhalten, blüht unsere Selbstwertschätzung auf. Eine gesunde starke Selbstwertschätzung erlaubt es uns, Wertschätzung wiederum anderen weiterzugeben.

In Sikantis gründet die gesamte Gesellschaft auf der vorbehaltlosen Wertschätzung, im wahrsten Sinne des Wortes. Menschen, die bedingungslose Wertschätzung erhalten, sind fähig, ihre einzigartigen Fähigkeiten frei und freudvoll auszuleben. In einer Gesellschaft, in der alle Talente wertgeschätzt und gefördert werden, erschafft Wohlstand und Glückseligkeit für alle ihre Bürger und Bürgerinnen – genau wie die Etrusker es im alten Italien taten.

Ist nicht dieses Verständnis von Wertschätzung ohne Vorbehalte der eigentliche Sinn von Wertschätzung?

Sikantis and Jean-Jacques Rousseau, part 2 / Sikantis und Jean-Jacques Rousseau, Teil 2

Today let’s take a look at another common misconception of a society with social justice. It’s the idea that every society that wants to realize social justice needs to go back to nature. People blame technology, pollution and dependency of non-renewable energy for creating social injustice.

This thought has a famous forward thinker. It’s Jean-Jacques Rousseau.

Jean-Jacques Rousseau

The two fundamental principles of Rousseau’s natural man are his love of self, and compassion for the others.  Compassion and self-love, acting together, contribute to preserving the human species through time, according to Rousseau. He found that owning land and developing technology leads humanity into suffering and a society of inequality. Quote of Jean-Jacques Rousseau’s text “Discourse on Inequality”, 1754:

“The first man who, having fenced in a piece of land, said “This is mine,” and found people naïve enough to believe him, that man was the true founder of civil society. From how many crimes, wars, and murders, from how many horrors and misfortunes might not any one have saved mankind, by pulling up the stakes, or filling up the ditch, and crying to his fellows: Beware of listening to this impostor; you are undone if you once forget that the fruits of the earth belong to us all, and the earth itself to nobody.”

Sikantis takes a different look at this matter. Back to nature might be the basic thought of so many social utopias, they however miss the inner wish and strength of human will to beautify and simplify life. Technology isn’t the problem creating inequality among people. It’s the fact of unequally given or retained esteem that creates social injustice, inequality.

Sikantis actually states the opposite thought that technology and development are absolutely necessary in order to create abundance and happiness for all its citizens.

Just following the statement that everybody in Sikantis can live and work their unique talent, developing it to the best extension, leads to the fact that people will invent and create technology that makes life easier for everybody.

Back to nature isn’t the way Sikantis, the Society of Esteem, is going. It’s in fact the opposite path. It’s the path of allowing and supporting technology that is using renewable energy and respecting nature and people.

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Heute nehmen wir uns eine andere häufige Fehlannahme einer Gesellschaft mit sozialer Gerechtigkeit vor. Es handelt sich um die Idee, dass jede Gesellschaft, die soziale Gerechtigkeit verwirklichen will, zur Natur zurückgehen muss. Menschen beschuldigen Technologie, Umweltverschmutzung und Abhängigkeit von nichterneuerbarer Energie, soziale Ungerechtigkeit zu erschaffen.

Dieser Gedanke hat einen berühmten Vordenker. Jean-Jacques Rousseau.

Die zwei fundamenten Prinzipien, die Rousseau´s natürlichen Menschen ausmachen, sind dessen Selbstliebe und Mitgefühl für andere.

Mitgefühl und Selbstliebe tragen, wenn sie zusammenarbeiten, dazu bei, die menschliche Spezies durch alle Zeiten hindurch zu erhalten, gemäss Rousseau. Er fand heraus, dass Landbesitz und die Entwicklung von Technologie die Menschheit in Leid und in eine Gesellschaft der Ungleichheit führen.

Zitat aus Jean-Jacques Rousseau´s „Abhandlung über die Ungleichheit“, 1754:

“Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und es sich einfallen liess zu sagen: dies ist mein und der Leute fan, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Not und Elend und wie viele Schrecken hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: „Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören, ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.“

Sikantis sieht diese Angelegenheit anders. Zurück zur Natur kann der fundamentale Gedanke so vieler gesellschaftlicher Utopien sein. Was sie nicht sehen, ist der innere Wunsch und die Kraft der Menschen, ihr Leben zu verschönern und zu vereinfachen. Technologie ist nicht die Ursache, die Ungleichheit unter den Menschen erschafft. Das Problem ist die ungleich gegebene oder zurückgehaltene Wertschätzung, die gesellschaftliche Ungerechtigkeit, Ungleichheit erschafft.

Sikantis betont tatsächlich das Gegenteil, dass nämlich Technologie und Entwicklung absolut nötig sind, damit Wohlstand und Glückseligkeit für alle seine Bürger und Bürgerinnen erschaffen werden kann.

Allein die Tatsache, dass jede Person in Sikantis ihr einzigartiges Talent leben und darin arbeiten kann, es zur höchsten Perfektion entwickeln kann, erklärt, dass Menschen unablässig Technologie erfinden und erschaffen werden, die das Leben für alle einfacher machen wird.

Zurück zur Natur ist definitiv nicht der Weg, den Sikantis, die Wertschätzungsgesellschaft, geht. Es ist in der Tat der gegenteilige Weg. Es ist der Weg des Erlaubens und Förderns von Technologie, die erneuerbare Energie nutzt und Natur und Menschen respektiert.

Sikantis and Jean-Jacques Rousseau, part 1 / Sikantis und Jean-Jacques Rousseau, Teil 1

Jean-Jacques RousseauFrench-Swiss philosopher Jean-Jacques Rousseau wrote in 1754 a text called “Discourse on the Origin and Basis of Inequality Among Men” (Discours sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes).

He discussed in this text two types of inequality, natural/physical and ethical/political. Natural inequality means differences between people’s physical strength. Ethical inequality on the other hand belongs to a civil society according to Rousseau and creates the differences in power and wealth as we know it in our society. His final conclusion seems to be a quite cynical view on a civil society. He states that the civil society is a trick perpetrated by the powerful on the weak in order to maintain their power or wealth.

Sikantis, the Society of Esteem, acknowledges human inequality being inherent to personality. As I stated in earlier posts every person is unique, not only in physical appearance, as Rousseau stated, but also in talents, skills and character. Even twins show and live their uniqueness.

Accepting this kind of inequality is important for the functioning of a society of esteem because it prevents people of thinking that everybody can be able to do everything in order to serve the society. It’s easy to acknowledge this fact when we think of different professions. Some people have the talent and inner wish to be a physician and others have the talent and wish to build a house. Some people are artists through their whole personality and wouldn’t be able and happy to work as physician or constructor.

There is though a human equality that is important for a Society of Esteem in order to create happiness, fulfillness and wealth for its citizens. This is the equality of esteem. Sikantis allows everybody to receive and give the same esteem for their being here and now and for their unique talents serving the society. To put it another way, it doesn’t matter to a society of esteem if somebody is a physician, a constructor or an artist or even can’t participate in work for whatever reason. Everybody receives the same esteem.

This basis creates in everybody the wish of personal development, of learning and participating in society with whatever form of talent and skill. And it creates the opportunity for everybody to develop their unique talent.

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Der französisch-schweizerische Philosoph Jean-Jacques Rousseau schrieb 1754 eine Abhandlung mit dem Titel “Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen” (Discours sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes).

Er spricht in diesem Text über zwei Arten von Ungleichheit, die natürliche/körperliche und die ethisch/politische. Unter der natürlichen Ungleichheit verstand er Unterschiede in der körperlichen Stärke von Menschen. Ethische Ungleichheit gehört gemäss Rousseau in eine bürgerliche Gesellschaft und erzeugt Unterschiede in Macht und Wohlstand, so wie wir es in unserer Gesellschaft kennen. Seine Schlussfolgerung erscheint wie ein ziemlich zynischer Blick auf eine bürgerliche Gesellschaft. Er stellt fest, dass die bürgerliche Gesellschaft ein Trick ist, der von den Mächtigen auf die Schwachen auferlegt wird, um ihre eigene Macht und ihren Wohlstand aufrechtzuerhalten.

Sikantis, die Wertschätzungsgesellschaft, anerkennt menschliche Ungleichheit als der Persönlichkeit innewohnend. Wie ich in früheren Artikeln erwähnte, ist jede Person einzigartig, nicht nur in ihrer physischen Erscheinung, wie Rousseau feststellte, sondern auch in ihren Talenten, Fähigkeiten und Charakter. Selbst Zwillinge zeigen und leben ihre Einzigartigkeit.

Das Akzeptieren dieser Art von Ungleichheit ist wichtig für das Funktionieren einer Gesellschaft, denn es hält Leute vom Glauben an, dass jeder fähig sein sollte, alles zu tun, um der Gesellschaft zu dienen.

Es ist leicht, diese Tatsache anzuerkennen, wenn wir an verschiedene Berufe denken. Einige Menschen haben das Talent und den inneren Wunsch, ein Arzt zu werden, und andere haben die Fähigkeit und den Wunsch, ein Haus zu bauen. Einige sind mit ihrer gesamten Persönlichkeit Künstler und wären nicht fähig und glücklich, als Arzt oder Bauunternehmer zu arbeiten.

Gleichzeitig gibt es eine menschliche Gleichheit, die wichtig ist für eine Wertschätzungsgesellschaft, damit sie Glückseligkeit, Erfülltheit und Wohlstand für ihre Bürger und Bürgerinnen erschaffen kann. Dies ist die Gleichheit in Wertschätzung.

Sikantis erlaubt es jeder Person, die gleiche Wertschätzung zu ermpfangen und zu geben, einfach weil sie hier sind und für ihre einzigartigen Talente, die der Gesellschaft dienen. Mit anderen Worten, für eine Wertschätzungsgesellschaft ist es bezüglich Wertschätzung unwichtig, ob jemand Arzt ist oder Bauunternehmer oder sogar aus welchen Gründen auch immer keine Leistung für die Gesellschaft erbringen kann. Jede Person erhält die gleiche Wertschätzung.

Diese Grundlage fördert in jedem Menschen den Wunsch nach persönlicher Entwicklung, nach Ausbildung und Teilnahme an der Gesellschaft. Und sie erschafft die Gelegenheit für jede Person, ihre einzigartigen Fähigkeiten zu entwickeln.